Einleitung und Überblick
Das
Luisenstift ist eine Einrichtung, die im Rahmen der Jugendhilfe Hilfen
zur Erziehung nach § 27 in Verbindung mit §§ 30, 34, 35, 41 SGB VIII
bietet – und zwar in folgenden Betreuungsformen:
- "Rund-um-die-Uhr-Betreuung" in einer Schichtdienstgruppe (SDG),
- Familienaktivierende Gruppe in der "Rund-um-die-Uhr-Betreuung",
- Erziehungswohngruppe
- Wohngemeinschaften
- Betreutes Einzelwohnen
- Ambulante Hilfen nach §§ 30, 31, 35 KJHG
Um
dem einzelnen Kind gerecht zu werden, arbeitet das Luisenstift mit
einem Bezugserziehersystem. Es basiert auf der Verantwortlichkeit der
Erzieher/innen für die individuellen Belange einzelner Kinder und
Jugendlichen mit Blick auf die Hilfeplanung, Elternarbeit und
Kooperationen.
Arbeitsschwerpunkte des Luisenstifts
Beteiligung der Kinder und Jugendlichen Die
Kinder werden ihrem Alter entsprechend an Planungen und
Entscheidungsprozessen des Gruppengeschehens und ihrer persönlichen
Angelegenheiten beteiligt. Hierfür finden wöchentliche Gruppensitzungen
statt, die die Kinder gemeinsam mit ihren Erziehern vorbereiten und
gestalten.
Elternarbeit Da eine
systematische, konstruktive Elternarbeit heute einen wesentlichen Teil
ausmacht, der zur Effektivität der Heimerziehung beiträgt, hat das
Luisenstift eine systemische Familientherapeutin als ergänzende
Leistung beschäftigt, die die elternaktivierende Arbeit vorantreibt, um
den Heimaufenthalt so effektiv und kurz wie möglich zu gestalten.
Schulische Förderung Die
Arbeit der Erzieher/innen zielt in der Auseinandersetzung mit den
Kindern, ihre Schulschwierigkeiten zu begreifen, Motivation zu wecken
und Hilfestellung zu geben, um so einen regelmäßigen Schulbesuch und
möglichst einen Schulabschluss zu erreichen. Das bedeutet enge
Zusammenarbeit mit den Schulen und schulische Förderung in Kleingruppen.
Berufliche Orientierung Die
Auseinandersetzung mit Berufsbildern durch Betriebsbesichtigungen,
Praktika, Schülerjobs soll die Jugendlichen frühzeitig auf ein
berufliches Leben vorbereiten.
Mediation Im
Luisenstift wurden Grundlagen der Mediationsmethode erarbeitet. Mehrere
Mitarbeiter und Kinder und Jugendliche nahmen an
Qualifizierungslehrgängen zu Schlichtern und Mediatoren teil. Mediation
ist somit ein in den Alltag integriertes spezielles Angebot der
Konfliktlösung geworden.Qualitätsmanagement (Stand: 30.12.09) Das
Luisenstift hat sich auf dem Hintergrund der bestehenden
Qualitätsdiskussion und den gesetzlichen Vorgaben bereits im Jahr 1998
dazu entschieden, ein Qualitätsmanagement einzuführen.
Grundlage ist die Überzeugung, dass ein Prozess von
Qualitätsentwicklung und –sicherung die Arbeit im Luisenstift stärkt.
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