Die Angler sind zurück - ein Reisebericht
Montag, 11. Oktober 2004 Abreise im Luisenstift
Das Abenteuer beginnt, die Fährüberfahrt mit dem Katamaran
Delphin wird die erste Herausforderung. Die Kinder freuen
sich auf dem Schiff angekommen zu sein, doch bald erleben
wir die See von ihrer unangenehmen Seite. Bei Windstärke 5-6
werden wir ganz schön durchgeschaukelt und einige von uns
sind schon bald Opfer der Seekrankheit.
Erlösung! Land in Sicht! Wir betreten schwedischen Boden.
In der Dunkelheit landen wir bei unglaublichem Sternenhimmel
im Angelcamp Kronofiske. Wir beziehen die Hütten und die Betten
und schnell sinken wir in tiefen Schlaf.
Dienstag, 12. Oktober 2004
Am frühen Morgen stehen wir auf und ziehen mit unserem Angelführer
Ulf zum ersten See. Wir bestücken die Angeln mit Blei und
Posen und beginnen bei herrlichem sonnenreichen Herbstwetter
mit dem Angeln.
Es beginnt ein Naturerlebnis, dass die Kinder
wohl so schnell nicht vergessen werden, denn das Anglerglück
ist und hold. Fast in halbstündigem Takt fangen wir insgesamt
13 Regenbogenforellen. Ein Fang, an den wir in unseren kühnsten
Träumen nicht gedacht hätten. Die Kinder sind fast 8 Stunden
lang mit Begeisterung, Geduld, Freude und Eifer dabei.
Direkt am See
nehmen wir die Fische aus und putzen sie. Zum Aufwärmen
gönnen wir uns noch ein kleines Lagerfeuer, sammeln dabei
selbst das Holz im Wald und müssen mit nur wenigen Streichhölzern
das Feuer entfachen. Zeitgleich fahren die ersten zurück ins
Camp und bereiten einen Grill vor. Mit Einsetzen der Dunkelheit
treffen wir uns alle im Camp und grillen einige Forellen,
die den meisten auch schmecken. Abends wird in den Hütten
noch kräftig Stadt-Land-Fluss und Schach gespielt. Geschichten
werden erzählt, einige entdecken die Sauna und genießen die
Hitze und der Tag findet einen wunderschönen Ausklang. Die
Nacht begrüßen wir mit Fackeln bei einer 1,5 stündigen Nachtwanderung.
Mittwoch, 13. Oktober 2004
Das Angelabenteuer setzt sich fort. Nach ausgiebigem Frühstück
in den Hütten, teilen wir uns heute auf. Einige möchten wieder
an den See vom Vortag zum Angeln. Andere wollen auf 4 Ruderboote
einen weiteren See beangeln und dort auch mit Blinkern ihr
Glück versuchen. Erneut verwöhnt uns die Sonne und der Vormittag
wird zu einem weiteren Naturerlebnis. Die Bootstruppe kann
leider keinen Fisch fangen, doch auch diese Erfahrung gehört
wohl zum Anglerleben. Der anderen Gruppe passiert leider das
Malheur, dass das Auto im See geparkt wird (doch das ist eine
andere und eigene Geschichte für sich), so dass am Nachmittag
Hüttenleben angesagt ist.
Donnerstag, 14. Oktober 2004
Der letzte Tag, die Lust am Angeln ist bei den meisten
gestiegen, so dass klar ist, dass wir nochmals auf
Forellenjagd gehen. Einige entscheiden sich, die Umgebung zu
Fuß zu erkunden und schlagen sich entlang an Seen auf Pfaden
durch die Wälder der Region.
Die Anglergruppe harrt erneut bei
traumhaftem Herbstwetter auf den Stegen am See aus und fängt 9
Forellen, die abends auch wieder zum Teil verzehrt werden. Den
Abschied aus dem Camp feiern wir, wie sollte es anders sein,
in der Dunkelheit beim Nachtangeln. Zum anschließenden
Aufwärmen gibt es dann noch einige Saunaaufgüsse und der Tag
neigt sich dem Ende zu.
Freitag, 15. Oktober 2004
Am Freitag kamen wir spät abends nach einer interessanten
Fährüberfahrt in Rostock an. Für viele war die Reise mit einer
Fähre ein Abenteuer, da dies ihre erste Fährfahrt war. Alle
sind glücklich und zufrieden zu Hause angekommen.
Alle Kinder und Jugendliche sowie die Mitarbeiter des Luisenstifts
danken dem Royal Fishing Club für dieses Erlebnis. Fotoalbum |