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...120 km die die Welt
verändern
1. Tag:
Prolog-die längste Etappe

Es begann ein
heißes Abenteuer bei 33 Grad Celsius. Ankunft mit dem Zug
in Riesa .
Nach 100 Metern
springt die erste Kette raus. Der zweite Fahrraddefekt
folgt nach 500 m, ein schleifendes Hinterrad bei Olli.
Dann ließen wir
es rollen. Einige Kinder fuhren problemlos, doch Stefan fragte
schon nach wenigen Minuten wie weit es denn noch ginge.
Wir merkten dass
Hitze-Radeln eine heiße Sache ist und benötigten viel
Flüssigkeit. Der erste Zwischenstop wurde zum großen
Getränkeeinkauf. Schnell werden die Wasservorräte aufgebraucht. Langsam konnten wir uns auf die Landschaft einlassen, die Elbe
genießen und erleben.
Entlang der
Sächsischen Weinstrasse die ersten malerischen Momente. Meißen
wurde passiert. Vorab der erste „Betreuerzusammenbruch“, auch
an uns Erwachsene gingen die Strapazen im ungewohnten Terrain
nicht spurlos vorbei.

Doch die
Belohnung nahte: der Badesee, frisches, kaltes, klares Wasser
über unsere Körpererlösende Momente.
Nun war es kein
weiter Weg mehr zur ersten Übernachtung. In Radebeul nächtigten
wir, wie wir von unseren Gasteltern erfuhren in den Tipis von
Winnetou und Old Shatterhand, die dort jährlich zu den Karl May
Festspielen Einzug halten.
Nach dem
Grillabend leuchteten uns die Glühwürmchen den Weg zu Bett. Und
Poeschi flickte Bob`s Reifen. Geweckt wurden wir vom tuten der
Radebeuler Dampflok.
2. Tag: Tag
der Kultur und des Donners.
Ein kräftiges,
kalorienhaltiges Frühstück sollte die Basis für den nächsten Tag
sein. Nach 15 Kilometern erreichten wir Dresden. Frisches Eis
machte die 30 Grad Celsius erträglich.
Einige besuchten
den Dom und die Frauenkirche.
Dann ging es
gemütlich an der Elbe weiter. Es nahte ein „Blaues Wunder“. Kaum
hatten wir die so genannte Brücke passiert, zogen schwarze
Gewitterwolken über uns hinweg. Nathalies Reifen platze vor
Schreck. Poeschie eilte herbei und flickte im Akkord. Der Sturm
presste uns rechtselbisch, aber wir trotzten ihm mit belgischem
Kreisel, der alten Windschattenvariante des Radlers. Das
Gewitter konnten wir in Sichtweite von Pirna hinter uns lassen.
Als wir die Jugendherberge nach längeren suchen erreicht hatten,
hatten
wir über 40 km Tagestour hinter uns und einige fielen ins Bett.
Den Tag ließen
wir ausklingen mit dem Fußball-Länderspiel
Deutschland-Brasilien.
3. Tag: Auf
dem Dach der Tour
Vor uns lag die
Sächsische-Schweiz und in Pirna starteten wir direkt mit der
ersten kleinen Bergwertung. Dann ging es seicht bis nach Wehlen,
wo die erste Fähre uns auf die linkselbische Seite schiffte. Mit
Blick auf die Bastei fuhren die Kinder mit viel Elan bis nach
Königstein. Die noch vorhandenen Zeitreserven ließen die
Entscheidung zum Aufstieg auf die Festung Königstein wachsen.
350 Höhenmeter und alle waren dabei !!!
Total erschöpft
aber froh über das geleistete genossen wir den Fußweg mit
herrlichem Ausblick über das Elb-Sandstein-Gebirge. Eine rasante
aber vorsichtige Abfahrt brachte uns zur Fähre nach Königsstein,
wo wir auf die rechtselbische Seite übersetzten. Weitere
Steigungen folgten und ab und zu musste auch geschoben werden.
Dann nahte das
vermeintliche Ziel: Bad Schandau.
Das Bad Schandau
einen weiterer Ortsteil namens Ostrau besaß, war uns vorher
nicht bekannt. Dort lag die Jugendherberge. Nach der Fahrt mit
einem alten historischen Aufzug und eine Schiebetortour von 20
Minuten erreichten wir Ostrau. Voller Stolz, die 120 km
geschafft zu haben und eine nicht alltägliche Leistung
vollbracht zu haben feierten wir am letzten Abend bei Cola,
Eiskaffee und Reibekuchen mit Elbblick. Die Urkunde für das
geleistete erhielt jedes Kind am nächsten Morgen am Bahnhof von
Bad Schandau, von wo aus wir uns mit dem Zug auf den Heimweg
nach Berlin machten.
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