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Fahrradtour 2005 - Elberadweg

...120 km die die Welt verändern

1. Tag: Prolog-die längste Etappe 

Es begann ein heißes Abenteuer bei 33 Grad Celsius.  Ankunft mit dem Zug in Riesa .

Nach 100 Metern springt die erste Kette raus. Der zweite Fahrraddefekt folgt nach 500 m, ein schleifendes Hinterrad bei Olli.

Dann ließen wir es rollen. Einige Kinder fuhren problemlos, doch Stefan fragte schon nach wenigen Minuten wie weit es denn noch ginge.

Wir merkten dass Hitze-Radeln eine heiße Sache ist und benötigten viel Flüssigkeit. Der erste Zwischenstop wurde zum großen Getränkeeinkauf. Schnell werden die Wasservorräte aufgebraucht. Langsam konnten wir uns auf die Landschaft einlassen, die Elbe genießen und erleben.

Entlang der Sächsischen Weinstrasse die ersten malerischen Momente. Meißen wurde passiert. Vorab der erste „Betreuerzusammenbruch“, auch an uns Erwachsene gingen die Strapazen im ungewohnten Terrain nicht spurlos vorbei.

Doch die Belohnung nahte: der Badesee, frisches, kaltes, klares Wasser über unsere Körpererlösende Momente.

Nun war es kein weiter Weg mehr zur ersten Übernachtung. In Radebeul nächtigten wir, wie wir von unseren Gasteltern erfuhren in den Tipis von Winnetou und Old Shatterhand, die dort jährlich zu den Karl May Festspielen Einzug halten.

Nach dem Grillabend leuchteten uns die Glühwürmchen den Weg zu Bett. Und  Poeschi flickte Bob`s Reifen. Geweckt wurden wir vom tuten der Radebeuler Dampflok.

 

2. Tag: Tag  der Kultur und des Donners.

Ein kräftiges, kalorienhaltiges Frühstück sollte die Basis für den nächsten Tag sein. Nach 15 Kilometern erreichten wir Dresden. Frisches Eis machte die 30 Grad Celsius erträglich.

Einige besuchten den Dom und die Frauenkirche.

Dann ging es gemütlich an der Elbe weiter. Es nahte ein „Blaues Wunder“. Kaum hatten wir die so genannte Brücke passiert,  zogen schwarze Gewitterwolken über uns hinweg. Nathalies Reifen platze vor Schreck. Poeschie eilte herbei und flickte im Akkord. Der Sturm presste uns rechtselbisch, aber wir trotzten ihm  mit belgischem Kreisel, der alten Windschattenvariante des Radlers. Das Gewitter konnten wir in Sichtweite von Pirna hinter uns lassen. Als wir die Jugendherberge nach längeren suchen erreicht hatten, hatten wir über 40 km Tagestour hinter uns und einige fielen ins Bett.

Den Tag ließen wir ausklingen mit dem Fußball-Länderspiel Deutschland-Brasilien.       

 3. Tag: Auf dem Dach der Tour

Vor uns lag die Sächsische-Schweiz und in Pirna starteten wir direkt mit der ersten kleinen Bergwertung. Dann ging es seicht bis nach Wehlen, wo die erste Fähre uns auf die linkselbische Seite schiffte. Mit Blick auf die Bastei fuhren die Kinder mit viel Elan bis nach Königstein. Die noch vorhandenen Zeitreserven ließen die Entscheidung zum Aufstieg auf die Festung Königstein wachsen. 350 Höhenmeter und alle waren dabei !!!

Total erschöpft aber froh über das geleistete genossen wir den Fußweg mit herrlichem Ausblick über das Elb-Sandstein-Gebirge. Eine rasante aber vorsichtige Abfahrt brachte uns zur Fähre nach Königsstein, wo wir auf die rechtselbische Seite übersetzten. Weitere Steigungen folgten und ab und zu musste auch geschoben werden.

Dann nahte das vermeintliche Ziel: Bad Schandau.

Das Bad Schandau einen weiterer Ortsteil namens Ostrau besaß, war uns vorher nicht bekannt. Dort lag die Jugendherberge. Nach der Fahrt mit einem alten historischen Aufzug und eine Schiebetortour von 20 Minuten erreichten wir Ostrau. Voller Stolz, die 120 km geschafft zu haben und eine nicht alltägliche Leistung vollbracht zu haben feierten wir am letzten Abend bei Cola, Eiskaffee und Reibekuchen mit Elbblick. Die Urkunde für das geleistete erhielt jedes Kind am nächsten Morgen am Bahnhof von Bad Schandau, von wo aus wir uns mit dem Zug auf den Heimweg nach Berlin machten.

 

 









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